Waffen für Kleine

In den USA werden Kindergewehre verkauft – einfach so! Die Firma wirbt mit dem Spruch: ,,Mein erstes Gewehr“. Auf der Verpackung lächelt einem eine lustige Grille entgegen. Der Haken: es sind keine Spielzeugwaffen, sondern echte! Die jüngsten Fälle mit diesen Waffen: ein fünfjähriger tötet seine zweijährige Schwester durch einen Brustschuss, ein Junge schoss seinem zweijährigen Spielkameraden in den Kopf und ein Siebenjähriger tötete sich aus Versehen selber. Wieso passiert so etwas nur? Hierzulande wäre dies ein riesiger Skandal, eine halbe Katastrophe. Das Waffengesetz in Amerika besagt, dass jeder eine Waffe besitzen darf. Dabei muss den Gesetzesbestimmern doch klar sein, dass ein Kind viel zu naiv und leichtsinnig mit einer Waffe umgeht. Kinder mit Waffen sind manchmal sogar eine (unerwartet) größere Gefahr als Erwachsene mit Waffen, da den meisten Kindern nicht klar ist, was es bedeutet einen Menschen zu töten und wie gefährlich Schusswaffen wirklich sind. Zwei Kinder könnten in der Schule Streit miteinander haben und am nächsten Tag bringt einer von beiden eine Waffe mit und tötet den anderen. Im allgemeinen gehen die US-Amerikaner zu leichtsinnig mit Waffen und ihren Gesetzen um. Wenn das Kind einer Vater-Mutter-Kind Familie aus Versehen ein fremdes Grundstück betritt und es erschossen wird, würde der Vorfall keine Folgen haben, da es erlaubt ist eine Waffe zu besitzen und sie zu benutzen. Und die Eltern würden dem Killer ihres Kindes sogar noch Recht geben! Der gerade angesprochene Vorfall war eine wahre Begebenheit. Hier in Deutschland könnte sich niemand vorstellen, dass es so etwas in der Art geben würde.
Amerika sollte sich langsam fragen, ob so ein Waffengesetz noch Sinn macht und ob es wirklich wichtig ist, dass Kinder im frühen Alter schon das Schießen mit Waffen lernen.

Gute Schwergewichtsboxer? Fehlanzeige!

Die Fäuste fliegen nur so durch den Ring, man sieht Blut, tiefe Cuts an Augen, gebrochene Nasen, durch den Ring bei Schlägen fliegende Schweißperlen. All diese Sachen erhofft man sich beim Boxen, vor allem beim Schwergewicht ist die Erwartung immens groß. Muhammed Ali (geb. Cassius Clay) , Joe Frazier, Rocky Balboa, Mike Tyson, Evander Holyfield und Lennox Lewis (um nur ein Par aufzuzählen) verkörperten diese Art von Boxen in eben dieser Gewichtsklasse. Legendäre Ringschlachten wie etwa der ,,Thriller von Manilla“ mit Joe Frazier und Muhammed Ali auf den Philippinen, bei dem Frazier in der Pause zwischen der 14. und 15. und gleichzeitig letzten Runde aufgab und Ali, der auch fast das Handtuch geworfen hätte, sagte später: ,,Ich war dem Tod noch nie so nahe wie an diesem Tag .“ Dann in den 90er Jahren die drei Ringschlachten zwischen Riddick Bowe und Evander Holyfield, von denen Bowe zwei gewann. Oder etwa Evander Holyfield gegen Mike Tyson in Los Angeles im Jahre 1997, wobei der Ringrichter Tyson, den gefürchtesten KO-Schläger seiner Zeit, disqualifizierte, weil dieser Holyfield ein Stück der Ohrmuschel abbiss. Nicht auch noch zuletzt Lennox Lewis gegen Vitali Klitschko, ebenfalls in L.A. Nach fünf Runden brach der Ringrichter den Kampf ab, weil Klitschko am linken Auge ein bis ins Gewebe reichenden Cut hatte, und das schon seit der zweiten Runde! Klitschko protestierte gegen diese Entscheidung, konnte sich nicht durchsetzen. Er wurde nach diesem Kampf weltweit als ,,Kämpfer mit Herz“ bezeichnet, er schaffte mit diesem Kampf den Durchbruch. So viel dazu. Alle diese Kämpfe sind Vergangenheit, die alle (bis auf Klitschko) vorhin genannten Boxer haben allesamt ihre Karriere beendet. Nun stehen eben zwei Brüder an der Spitze des Boxsports: die Ukrainer ,,Dr. Eisenfaust“ Vitali und ,,Dr. Steelhammer“ Wladimir Klitschko, der eine 41, der andere 37 Jahre alt. Sie werden wohl spätestens in fünf Jahren beide nicht mehr im Ring stehen, doch in der heutigen Zeit fegen sie jeden und alles aus dem Ring. Keiner kann sie schlagen. Vitali verzeichnet zwei Niederlagen, Wladimir drei, und das bei 46 und 63 Kämpfen! Alle Niederlagen waren in der Anfangszeit der Klitschkos, seit 2005 hat keiner der beiden mehr verloren. Und jetzt zur Kernfrage: wer wird die nächste Macht des Boxsports nach den Klitschkos? Keiner bietet sich momentan dafür an! Es gibt zur Zeit auch keinen würdigen Herausforderer für die Brüder. Alle Großmäuler haben sie bereits gestopft: David Haye, Manuel Charr, Dereck Chisora, Samuel Peter (von denen eigentlich nur Haye wenigstens ein bisschen Talent hat) und die vielen anderen…
Nach den Klitschkos werden die Titelentscheidungen wohl etwas spannender werden, aber die Kämpfe langweiliger und unattraktiver denn je!