USA! USA! USA..?

USA! USA! USA..?

Die Timelines aller existierenden und sogar ausgedachten sozialen Netzwerke rauf und runter purzelnd, Zeitungen füllend, die Seelen spaltend: Die US-Wahl 2016. Und die Auswahl selbst? Überschaubar (habe gerade nicht den Bedarf die Spitzenkandidaten autobiographisch oder sonst wie zu beschreiben, nach dem ganzen Medienhickhack wisst ihr doch sowieso schon von Clinton, Trump und den Zutaten, mit denen sich diese ihre Politik zusammenbrauen). Erwähnenswert (Achtung! Starker Geruch von Konjunktiv!) wären vielleicht noch die übrigen vier chancenlosen „Nebenkandidaten“ gewesen, die den „großen Zwei“ Stimmen stibitzen und ihnen gepflegt in die Suppe (vornehmlich in die geschmack- und inhaltlosere) der beiden spucken könnten. Zu etwas anderem dienen sie anscheinend auch nicht, zumal solche Kandidaten neben Republikanern und Demokraten in der Medienlandschaft traditionell nicht weiter gestreift werden und der Liberale Gary Johnson bis vor Kurzem nicht einmal Aleppo kannte.

Okay, der Chefdemagoge der Republikaner hält Belgien für eine Stadt.

Ihr fragt euch: „Wieso ist er dann nicht auch ein Randkandidat?“

Und viel wichtiger: Wie kann man einem Szenario, dass bisher nur bei den Simpsons zustande gekommen ist, die Chance geben sich bewahrheiten zu können?

Für Fragen ist es jetzt zu spät, und überhaupt: In Amerika ist alles möglich! Woher also die Verwunderung? Dieses ganze Kasperletheater wird außerhalb der USA doch nur zu dem Zweck betrieben, um die eigene politische Realität auszublenden und mit dem Finger auf ein Land zeigen zu können, das eine promovierte Expertin für elektrische Post und einen gepflegt rassistischen Geldsack an die Spitze des Staates katapultieren kann. „Bei uns ist alles besser! Guck mal wie doof die sind, hihihihihi….“…

Und das von einem Kontinent kommend, deren rechte Parteien wieder kräftig Rückenwind bekommen. Natürlich, die zukünftige Politik einer Weltmacht ist essentiell für das globale Wohlbefinden, in erster Linie müssen wir uns jedoch darum kümmern die europäischen Schreihälse wie die AfD, Front National, PVV etc. einzudämmen. Eine Politikerin, deren Großvater Hitlers Finanzminister war (-Hust-Frau von Storch-hust-), ist schließlich auch nicht die beste Lösung.

Was ich nur kurz und knusprig sagen möchte: Kümmern wir uns vorerst um das Braune an unseren Schuhen (dazu haben wir ja nach der US-Wahl genug medialen Freiraum).

Und auch ihr, fellow citizens of the United States of America! Gebt bitte eure Stimme nicht dem laut brüllenden Mann, der Antidemokrat und Minderheitenhasser ist. So etwas hatten wir schon in Hülle und Fülle und wollen es auch nicht wieder haben. Nirgendwo.

Ach ja, zwei mögliche Zustände für den nächsten Morgen(Dramatisch:“The day after“):

  1. Im Internet wird (in jedem Fall) der Weltuntergang vorgezogen. Aber nur kurz.
  2. Obama klärt auf, dass alles nur ein schlecht gedrehter Film gewesen sei und er für vier weitere Jahre regiert. War vorher so geplant. (Empfehlung des Autors)